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Gut vorbereitet in die Grundschule - so wird der Schulstart ein Erfolg 26.07.2019 / Gelsenkirchen, 26.07.2019

Das erste Schuljahr ist eine Herausforderung für Grundschüler: Stillsitzen, Zuhören und Konzentrieren sind nicht leicht. Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein gehören zu weiteren Fähigkeiten, die in der Schule gefragt sind. Ein gesundes Selbstbewusstsein verbessert die mündlichen Noten und hilft, sich in die Klassengemeinschaft zu integrieren. So können Sie Ihr Kind auf die Schule vorbereiten:

Geduld will gelernt sein

Im Kindergarten durften die Kleinen fast den ganzen Tag toben, während nun längeres Stillsitzen notwendig ist. Bestenfalls berücksichtigt der Lehrer den Bewegungsdrang der Erstklässler und baut spielerisch Bewegungseinheiten in den Grundschul-Unterricht ein. Trotzdem hilft es, das Durchhaltevermögen und die Geduld des Kindes zu fördern. Ihr Kind sollte lernen, seine Bedürfnisse auch mal zurückzustellen. Dazu gehört es beispielsweise, zu warten, bis Sie ein Telefonat oder eine Tätigkeit beendet haben. Schließlich muss das Schulkind andere ausreden lassen und Regeln einhalten.

So fördern Sie die motorische Entwicklung Ihres Kindes

Die Motorik wird unterteilt in die Grob- und Feinmotorik. Zur Grobmotorik gehören Bewegungen des ganzen Körpers, wie Springen und Rennen. Eine gute Feinmotorik hilft beim Schreiben lernen, malen und basteln. Die Feinmotorik ist wichtig, um die richtige Stifthaltung zu lernen. Für die Fächer Deutsch und Kunst ist eine gute Feinmotorik, für den Sport- und Schwimmunterricht eine gute Grobmotorik unerlässlich. Natürlich gibt es bewegungsfreudige Naturtalente oder kleine Künstler, die gerne malen und somit schon gute Grundlagen mitbringen. Dennoch lohnt es sich, die Motorik zu fördern.

Mit folgenden Spielen und Unternehmungen können Eltern die motorische Entwicklung ihres Kindes unterstützen: 

  • Schwimmen
  • Trampolin springen
  • Auf dem Spielplatz klettern
  • Ballspiele
  • Radfahren
  • Seilspringen
  • Malen mit unterschiedlichen Werkzeugen wie Pinsel oder Wachsmalkreide
  • Kneten
  • Basteln
  • Mikado

Verantwortung und Selbstständigkeit

In der Grundschule lernen die Schüler Verantwortung. Die Grundschüler wechseln sich beim Tafel- oder Blumendienst ab oder müssen sich Mitteilungen an die Eltern merken. Verantwortung lässt sich im Alltag üben: Trauen Sie Ihrem Kind etwas zu! Beziehen Sie es in den Haushalt ein und lassen Sie es kleine Aufgaben übernehmen. Trainieren Sie das selbstständige Anziehen, beim Sportunterricht sollte Ihr Kind dies ohne Hilfe schaffen. Genauso wichtig ist freie Spielzeit mit anderen Kindern. Der Kontakt mit Kindern fördert die soziale Kompetenz und somit das Verantwortungsbewusstsein. So hat Ihr Kind es später leichter, sich in den Klassenverband zu integrieren.

Taschengeld

Mit dem Eintritt in die erste Klasse können die Kleinen regelmäßig Taschengeld beziehen. 2 bis 3 Euro pro Woche reichen aus, um Verantwortungsgefühl zu entwickeln, das Rechnen mit Geld zu lernen und die neue gewonnene Selbstständigkeit zu fördern.

Den Schulweg allein meistern

Wenn Sie in der Nähe der Schule wohnen, ist es das Beste, zu Fuß zur Schule zu gehen. Schüler, die mit dem Auto zur Schule gebracht werden, sind weniger konzentriert und fit als Kinder, die sich bereits bewegt haben. Die Mitfahrt im PKW birgt laut Unfallstatistik* für 6 bis 9-jährige Kinder ein größeres Unfallrisiko, als die selbstständige Mobilität zu Fuß. Die Bewältigung des Schulweges hat viele positive Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes. Gehen Sie in den ersten Wochen gemeinsam zur Schule und machen Sie Ihr Kind auf mögliche Gefahrenstellen aufmerksam. So bekommen Kinder frühzeitig ein Bewusstsein für Gefahrensituationen im Straßenverkehr und kennen sich außerdem besser in der näheren Umgebung aus. Vielleicht kann Ihr Kind gemeinsam mit anderen Kindern zur Schule gehen? Dies verbessert das Sozialverhalten und hilft beim Abbau von eventuellen Schulängsten.  

Mit dem Rad zur Grundschule

Grundschüler nehmen in der 3. und 4. Klasse an einer Radfahrausbildung teil. Erst wenn die Schüler ihre Radfahrprüfung bestanden haben, dürfen sie allein mit dem Rad zur Schule fahren.

Sich spielend auf die Grundschule vorbereiten

Natürlich soll das Kind nicht vor der Schule schon Schreiben und Rechnen lernen. Das ist nicht notwendig. Im Handel gibt es Bücher und Lernblöcke, die Vorschulkinder spielerisch auf die erste Klasse vorbereiten. So wird das Zahlenverständnis durch Zählen von Objekten gefördert, die Feinmotorik durch Ausmalen von Bildern und das logische Denken durch Rätselaufgaben. Bilderrätsel fördern die Wahrnehmung und Konzentration.

Die Vorfreude auf die Schule stärken

Einige Kinder freuen sich auf den neuen Lebensabschnitt, andere vermissen ihre Kindergartenfreunde und haben Angst vor der Schule. Fördern Sie Kontakte zu zukünftigen Klassenkameraden, vielleicht gehen Kinder aus dem Kindergarten auf die gleiche Grundschule? Nutzen Sie den Tag der offenen Tür oder besuchen Sie Schulfeste, um vertraut mit der neuen Umgebung zu werden. Suchen Sie gemeinsam schöne Schulmaterialien aus, die Ihrem Kind gefallen. Basteln Sie gemeinsam eine Schultüte. Zu guter Letzt der wichtigste Tipp: Üben Sie sich in Gelassenheit. Je entspannter Sie dem Schulstart entgegensehen, umso entspannter ist auch Ihr Kind.   

Unser Tipp:

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*Quelle: Statistisches Bundesamt, 2016